Alarmierung

Feuermelder

Monitoring ist nur die halbe Miete - es sei denn, man hat 24x7 Personal, das keine anderen Aufgaben hat, als nur aufs Monitoring zu schauen und beim Auftauchen einer roten Markierung die im Betriebshandbuch stehenden Aktionen auszuführen.

Kleinere Unternehmen leisten sich diesen Luxus üblicherweise nicht. Bestenfalls hat man eine Bereitschaft, die sich aus einem System alarmieren lässt, wenn etwas schief läuft, Störungen vorqualifiziert und dann entscheidet, wann eine Behebung erfolgen muss.

Über Alarmierungswege wurden schon ganze Bücher geschrieben, denn das Thema ist komplex: Eine Alarmierung, die erfolgen soll, wenn man weiß dass in der IT irgend etwas schief läuft, bleibt unter Umständen in der Störung hängen, über die sie informieren soll. Es ist deswegen wichtig, dass die Alarmierungstechnik von der Infrastruktur, über deren Störungen sie alarmieren soll, möglichst unabhängig ist.

Der gängigste Alarmierungsweg, E-Mail, ist das Gegenteil von unabhängig. Jedenfalls so, wenn man den naiven Ansatz wählt.

Meine Alarmierungslösung setzt auf einen eigenen, über Mobilfunk realisierten Internetzugang und die Alarmierung über eine von Ihrer Infrastruktur unabhängige E-Mail-Schnittstelle, über das Messengerprotokoll XMPP oder den Short Message Service des Mobilfunkproviders. Für das Versenden von SMS kann sowohl ein direkt angeschlossenes Mobilfunkmodem als auch ein über das Internet erreichbarer http-to-SMS-Dienst verwendet werden. Notfalls gleichzeitig.

Eine einfache Schnittstelle ermöglicht das Einliefern von Nachrichten. Da die Alarmierungen über das Netzwerk eingeliefert werden, muss das Gerät nicht notwendigerweise im Rechenzentrum eingebaut sein, sondern kann an einer Stelle montiert werden, an der sinnvolle Mobilfunkabdeckung vorhanden ist. Unter Verzicht auf die direkte SMS-Funktionalität kann statt der Mobilfunkanbindung auch ein über Ethernet angelieferter, möglichst unabhängiger Internetzugang (z.B. DSL) verwendet werden.

Durch die Notwendigkeit einer zuverlässig nutzbaren USB-Schnittstelle für die Anbindung des Mobilfunkmodems ist der Betrieb meiner Alarmierungslösung in virtualisierten Umgebungen nicht vorgesehen. Ich empfehle den Einsatz als Appliance, die z.B. auf einem ARM- oder x86-basierenden Kleinserver, oder auf “richtiger” Serverhardware. Ein Parallelbetrieb auf derselben Hardware wie ein Out-of-Band-Zugang ist möglich und sinnvoll.

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